Implementierung einer MaRisk konformen FTP Policy in die Abläufe der Banksteuerung

Unser Auftraggeber, eine große Landesbank mit komplexen Geschäftsaktivitäten, ist nach BTR 3.1 der MaRisk verpflichtet ein umfassendes Liquiditätstransferpreissystem zur verursachergerechten internen Verrechnung von direkten und indirekten Liquiditätskosten, -nutzen und -risiken zu implementieren.

Zunächst wurden alle relevanten aufsichtsrechtlichen und organisatorischen Fragestellungen im Anschluss an die obligatorische Gap-Analyse besprochen und vorhandene Optimierungsbedarfe lösungsorientiert aufgezeigt. Hierfür haben wir die geschäftsspezifischen als auch organisatorischen Leitplanken einem Review unterzogen und die Ergebnisse bereichsübergreifend abgestimmt.

Die von der Zentraldisposition ermittelten Transferpreise und vom Liquiditätsrisikocontrolling bewerteten Risikotreiber sollten demnach im Rahmen der integrierten Ertrags- und Gesamtbankrisikosteuerung Berücksichtigung finden und bis auf Portfolioebene referenzierbar sein. Eine Herausforderung stellte u.a. die Verrechnung der Liquiditätspuffer und Collaterals (indirekte Liquiditätskosten) dar. Hierzu mussten die Risiko- und Werttreiber der relevanten bilanziellen und außerbilanziellen Transaktionen identifiziert, abgestimmt und übergeleitet werden. Projektschwerpunkt war zudem die institutsspezifische und handelsunabhängige Synchronisierung der Prozesse, Zuständigkeiten und Kompetenzen zur Erfüllung der Governance-Anforderungen. Gemeinsam mit dem Mandanten haben wir eine dem Geschäftsmodell und der Organisationsstruktur entsprechende FTP-Policy und die Beschlussvorlagen für das zuständige Entscheidungsgremium in Compliance mit den regulatorischen Anforderungen erstellt.

Der Projektumfang belief sich inklusive Coaching und Training auf ca. 60 Projekttage.